STARFOX FANFICTION

Author/in: Dark Marine
Titel: Dunkelheit im Herzen




Kapitel 5: Streit und dunkle Mächte


...jetzt aber platzte ihm der Kragen! „DIESER KLEINE GIFTZWERG!!! DIESER VERDAMMTE...!!!“ Sein Wutausbruch war quasi nicht zu bewältigen, trotzdem versuchten die Kameraden, ihn zu beruhigen. „He, reg dich ab, nur weil er mehr Flieger als du vom Himmel geholt...“ „Es geht mir nicht darum, wie viele er erledigt hat, sondern der Typ regt mich allgemein auf! Er redet nicht, ist feige, kommt zu spät, kann nichts anderes als doof grinsen...“ „Jetzt hörst du aber sofort auf damit!!!“ Der Anführer, Fox, hatte mehr als genug von Falcos Geschimpfe über Jan. „Ah, der große Fox gibt sich also mit solchen Nieten wie Jan ab... von einem Anführer hätte ich mir jedenfalls mehr erwartet.“ „Wie kannst du jemanden anmotzen, der gerade neu im Team ist? Was wird der General von uns denken, wenn er erfährt, dass wir unseren Neuling aus dem Team gescheucht haben? Wir werden sonst noch suspendiert!“ „Ach ja? Soll das heißen, dass Ihr mich rauswerfen wollt, weil Ihr sonst Euren Job loswerdet? Fein...“ „Du verstehst nicht...“ Falco war nun völlig frustriert und schloss sich im Schlafzimmer ein und ließ seine Kameraden verdutzt stehen. „Ähm... und was werden wir Jan sagen, wenn er hier ist? Das ihn hier jemand gar nicht leiden kann?“, fragte Slippy kleinlaut in die übrige Runde. „Besser nicht, ich möchte gar nicht erst wissen, was Jan mit seinen Gegnern im Streit anstellt, wenn er erst richtig wütend oder traurig ist...“ Leider mussten sie feststellen, dass ein Streit zwischen Jan und Falco jetzt schon vorprogrammiert war. Blieb nur noch abzuwarten, wann dieser vom Zaun bricht... „Wir sollten ihn suchen und ihm irgendwie klarmachen, dass Falco es so nicht gemeint hat. Sonst sind wir unsere Jobs schneller los als wir „Arwing“ sagen können. Oder, Fox?“ Keine Antwort. Er sah angestrengt von einer Ecke in die anderen. „Was ist los?“ „Hä, was'n los?“ „Welcher besoffene Bandwurm hat dich denn gebissen?“ „Äh, nichts, was wollten wir noch mal mit Jan machen?“ „Ach egal... eigentlich könnten wir uns einen schönen Tag machen, die Untersuchung auf Venom findet sowieso erst Morgen statt.“ „Schön!“ Fox stand schon an der Tür. „Dann bis bald Leute!“ Weg war er... und keiner weiß, wohin. „Oh man, das war schon zuviel für meine Nerven...“ Auch Peppy war nun aus dem Haus. Slippy folgte ihm nach draußen.

Jan betrat nun das Haus, nachdem ihm im Schiff eine Cola-Dose umgekippt war und das ganze Chaos dann saubermachte. „Hm, alles schön ordentlich... so muss es sein!“ Jan gehört zwar nicht zu der Sorte von Leuten, die auf perfekte Sauberkeit achteten, aber auch er sah es nicht gern, wenn der ganze Raum im Grunde ein Chaos ist. „Hallo, wo seid Ihr denn alle?“, fragte er in sich hinein. Da anscheinend niemand da war, beschloss er, sich das Starfox-HQ selber in Ruhe anzusehen. Zuerst sah er sich den Raum an, in dem er sich befand. „Ein Schwarz-Weiß-Fernseher, N64 mit Mario Kart, Mini-Bar, großes gemütliches Sofa, zwei Ledersessel, zwei Subwoofer, eine Sammlung von Bierdeckeln, Urlaubsfotos... ohje!“ Auf einem Urlaubsfoto sah man Fox mit einem, nach Augenmaß, 3 cm-Fisch... dazu noch klitschnass und mit einem peinlich berührten Gesicht. Jan sah das Foto erst mal mit großen Augen an... dann fing er allmählich an zu lachen, bis er sich in einen Sessel fallen ließ und sich erst mal auslachte. Dies rief Falco auf den Plan... „Hey, was lachst du so?“ Dann sah er mehrmals von Jan zu den Fotos und umgekehrt. „Achso... du machst dich also über unsere Urlaubsfotos lustig?“ Er erwartete auch keine Antwort von Jan, da er immer noch dabei war, sich praktisch tot zu lachen. Der Fliegerass des Starfox-Teams trat nun mit äußerst bösem Gesicht auf Jan zu und warf das Sofa nach hinten, sodass Jan auf dem Boden lag. „Soll ich DIR mal was sagen? DU bist ein Witz! Über DICH lache ich mich tot!“ Jan sah auf dem Boden liegend verwirrt zu ihm herauf. Schnell riss Falco ihn vom Boden auf die Beine, packte ihn am Kragen und schüttelte ihn durch. „Du elender Versager weißt nicht einmal, was ein Steuerknüppel ist, oder wie man überhaupt sein Schiff zum Laufen kriegt! Mit einem Arwing bist du in Null-Komma-Nix wieder auf dem harten Erdboden. Aber nein, stattdessen haust du erst mal ab und kommst mit deinem Schrotthaufen von Schiff an, und klaust uns allen die Ziele!“ Der Griff wurde verstärkt, sodass Jan allmählich Atem-Probleme bekam. Anschließend warf Falco ihn auf das Sofa, welches sofort umkippte. „Denkst du, du kannst uns alle verschaukeln? Wir wissen, dass du ohne deinen Schrotthaufen nichts in die Gänge bekommst. Kannst wohl nur so gut sein, weil alles mit Automatik läuft und sich dann die Arbeit für dich erledigt, ´ne?!?“ Jan stand langsam auf, anhand seines Gesichtsausdrucks konnte man sehen, dass der Wurf auf das Sofa schmerzhaft war. Aber Falco ließ nicht nach. Jetzt griff er erneut zu und presste ihn gegen die Wand. „Du Schwachkopf hast wohl auch noch bei der Prüfung geschummelt, oder?!? Erstaunlich, dass die Leute da bei Fortuna dir überhaupt den Pilotenschein in die Hände gedrückt haben...“ Jan senkte den Kopf und schloss die Augen. Die Grenze zum Tränenvergießen war beinah überschritten... doch dies änderte sich abrupt, als Falco ihn weiter mit Beschimpfungen bombardierte, welche Jan nicht traurig, sondern ernsthaft erzürnten. „Deine sind wahrscheinlich bei der ersten Flugprüfung ums Leben gekommen, weil ihr Hirn die ganze Technik eines Fliegers nicht verarbeiten konnte, und wo hast du überhaupt dein Schiff geklaut?“ Da ließ er ihn zu Boden fallen. „Tu uns allen einen Gefallen... nimm deine Mühle, flieg nach Hause und lerne den richtigen Umgang mit Flugzeugen, du Lusche!“

DAS war genug...

Der junge Hermann öffnete die Augen... das traurige Gesicht wurde durch ein Zorniges ersetzt! So wütend war er in seinem ganzen Leben noch nicht gewesen. Plötzlich wurde Falco gegen die gegenüber liegende Wand geschleudert, wo er dann an ihr kleben blieb. „He, aua!“ Dann holte Jan einige Messer aus der Küche, mit denen er wieder ins Wohnzimmer zurückkehrte. “He, was machst du da??? Lass das gefälligst sein, aaaaaaargh!“ Hermann nahm ein Messer...

Fox, Slippy und Peppy kamen wieder an die Haustür. Fox trug eine neue Sonnenbrille, Slippy hatte ein Miniatur-Modell eines Arwings unter seinen Armen und Peppy nahm sich ein Buch mit. „Na, wie gefällt Euch die neue Sonnenbrille?“ Er nahm sie ab. Die Gläser waren allesamt schwarz, sie bot einen guten Schutz gegen zu helles Licht. „Hey, sieht wirklich gut aus!“ „Nicht, dass plötzlich die ganzen Mädels hinter dir her rennen... hehehe!“ „Hahaha, sehr witzig, Slippy...“ Der Anführer reagierte auf solche Witze eher gereizt, als mit Humor. „Kommt, lasst uns reingehen, Jan ist bestimmt schon drinnen...“ Falcos Aufschrei ließ alle verstummen und aufhorchen. „HIIIILFEEEEE!!! ER WILL MICH UMBRINGEN!!! SO HELFT MIR DOCH!!! AAAARGH!!!“ „Habt Ihr das auch gehört? Klang so, als ob es direkt aus unserem HQ kommen würde!“ Umgehend öffneten sie die Haustür... und trauten ihren Augen kaum. Falco, hilflos an der Wand hängend... unter ihm Jan, welcher ihn gerade als Zielscheibe für die Küchen-Messer missbraucht. „Da seid Ihr ja endlich! Schnell, haltet diesen Verrückten auf, bevor er mich mit den Messern in Stücke wirft!“ Jan sah mit bösem Blick zu den anderen rüber, warf aber weiter die Messer nach Falco. Die Wand neben ihm war schon mit Löchern von missglückten Messer-Würfen übersät, nur ein Messer steckte in Falcos Fliegerjacke. „Worauf wartet Ihr denn noch, stoppt ihn!“ Die anderen sahen zunächst ein wenig zu, als Jan aber mit dem nächsten Messer zum Wurf ansetzte, liefen sie zu ihm hin und hielten ihn an den Armen fest. Hermann jedoch versuchte nicht, sich zu wehren, sondern ließ die Messer einfach fallen. Schließlich fiel auch Falco von der Wand.

„Also... was zum Henker war hier eigentlich los?“, fragte Fox verärgert, während er von Zeit zu Zeit Jan und Falco ansah. „Hilfe, er wollte mich umbringen! Mit diesen Küchenmessern!“ „Hast du ihn angeschrieen?“ Er senkte den Kopf. „Ja...“ Jetzt wandte sich Fox an Jan. „Gut, was hast du mit ihm angestellt? Wie hast du ihn überhaupt da hoch an die Wand bekommen?“ Keine Antwort, Jan sah Fox böse an, sodass dieser es langsam mit der Angst zu tun bekam. „Okaaaaaaaaaaaaaaay...“ „Also, nachdem ich ihn ausgeschimpft habe...“ Jetzt wanderte Jans zorniger Blick zu Falco rüber. „...wurde ich gegen die Wand geschleudert. Einfach so. Jan saß einfach an der anderen Wand. Tja, und als ich nun wie eine Dart-Scheibe an der Wand hing...“ „Ja?“ „...bewarf er mich mit den Küchenmessern. Aber zum Glück seid Ihr aufgetaucht! Ich möchte nicht wissen, was mit mir passiert wäre, wenn Ihr nicht gekommen wärt...“ „Wenn das so ist... hätte ich dich auch weiter mit Messern bewerfen lassen.“ „Was!“ „Gut, dieses eine Mal bist du noch davongekommen, aber wenn du Jan noch einmal beschimpfst, dann werde ich nicht mehr in Euren Streit eingreifen.” “Aber Fox... dieser Junge wollte mich...“ Wie ein Reflex nahm sich Jan einen Zettel mit Kugelschreiber und schrieb darauf: „Ich habe nicht geplant, dich umzubringen, sondern für diese Beleidigungen zu foltern.“ „Da seht Ihr es! Er ist gefährlich!“ „SCHLUSS!!! ENDE GELÄNDE!!!“, schrie Fox Falco an, „Wir werden die Sache nachher noch klären, jetzt wirst du dich zuerst bei ihm entschuldigen.“ Nun geriet Falco in Bedrängnis, er hielt es für unehrenhaft, sich bei irgendjemanden zu entschuldigen und machte daher keine Anstalten, sich zu entschuldigen. Hermanns zorniger Blick flößte ihm aber ordentlich Angst ein, bis er sich endlich zu einer Entschuldigung verleiten ließ. Er hielt ihm seine Hand entgegen... Jan sah ihn für eine Weile weiter an, dann aber schüttelte er sie aber. Schnell verflog seine Wut und ein fröhliches Lächeln breitete sich aus. „Ich entschuldige mich vielmals für mein unmögliches Verhalten.“

Fox presste seine Hände ineinander und auch er lächelte. „Sehr gut! Nachdem dies nun geklärt ist, möchte ich unserem Neuzugang unser HQ zeigen. Komm mit...“ Er ging mit Jan und Peppy los, Slippy und Falco standen aber zurück. „Dieser junge Mann macht mir wirklich Angst...“ „Aber mir erst recht. Ich bin mir sicher, dass er sich dunklen Kräften bedient hat, um mich gegen die Wand zu schleudern...“


          

 

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