STARFOX FANFICTION

Author/in: Dark Marine
Titel: Dunkelheit im Herzen




Kapitel 6: ZERO!!!


Jan wurde im HQ des Starfox-Teams herumgeführt. „Dies hier...“, sprach Fox, als er eine Tür öffnete, „...ist unsere Küche.“ „Hähähähähä...“ Jan musste nun fies grinsen, denn er mochte Süßigkeiten über alles. „Das nächste Mal, wenn niemand da ist, plündere ich ihren Schrank...“ Als nächstes deutete Jan auf den Topf, welcher auf dem Herd stand. „Wie bitte, du willst jetzt schon essen? Aber... wir haben noch 17 Uhr, also zu früh!“ Jan schüttelte den Kopf. „Wer bei uns kocht?“ Kopfnicken. „Ach... Falco kocht. Ich kann nicht kochen...“ „Ich aber auch.“, schaltete sich schnell Peppy ein. „...und Peppy lässt es öfters mal anbrennen...“ „Das habe ich gehört!“ Fox hielt einen Moment mit weit geöffneten Augen inne, dann ging er hastig weiter. Die nächste Tür war aus solidem Stahl und absolut feuerfest. „Slippys Werkstatt außerhalb der Great Fox, hehe.“, kommentierte Peppy, „Da bastelt und schraubt er an allerlei Dingen rum. Unsere Arwings werden hier aber nicht repariert, er forscht hier höchstens nach Aufrüstungen. Oder repariert Elektro-Geräte, falls sie mal defekt sind.“ Die vorletzte Tür schmückte das Logo des Starfox-Teams. „Unsere Funkzentrale. Hier kommen sämtliche Söldner-Aufträge an. Falls niemand da ist, werden sie in unserem Computer gespeichert, wo sie nachher abgerufen werden können.“ Jan sah sie fragend an. „Nein, leider herrscht bei uns große Flaute... unser Computer hat leider einen Defekt... der Filter ist fehlerhaft. Weißt du, wir haben den Filter installiert, damit keine nervige Werbung ankommt. Aber genau DIESEN Filter hat's erwischt, der lässt nun leider auch Werbeanzeigen zu... lässt sich leider auch nicht mehr abstellen.“ Fox sah sehr betrübt aus. „Nun lass den Kopf nicht hängen...“, versuchte Peppy Fox zu trösten. „Das Problem ist aber, dass wir eine ellenlange Liste an Werbung rein bekommen, sodass die Söldneraufträge sich dort perfekt verstecken.“ „Was ist mit Slippy? Hat er sich schon dessen angenommen?“ „Peppy, Peppy, Peppy… Slippy ist zwar ein genialer Technik-Freak welcher praktisch alles wieder zum Laufen kriegt, aber wenn es um Computertechnik geht... uiuiuiuiui! Da sind deine Kochkünste sogar besser.“ „Jetzt übertreib mal nicht, der hat mehr Ahnung von Computern als du.“ „Also wirklich, du hast schon deine...“ Während sich die beiden also munter weiter stritten, betrat Jan die Funkzentrale. „Dann will ich mal sehen, ob ich dat Dingens wieder zum Laufen krieg...“ Die Funkzentrale war ein doch recht kleiner Raum, welcher mit Aktenschränken und Papierhaufen vollgestellt ist. Der besagte „Computer“ war eigentlich nichts anderes als ein kleiner Kasten mit altem Monitor und einem billigen Schwarz-Weiß-Drucker. Er schaltete den Monitor an, sofort kamen ihm ein großes Fenster zum Vorschein. Eigentlich handelte es sich um den Fenster um eine E-Mail-Seite, welches voll mit Werbe-Mails zugesetzt wurde. Ein Blick auf die Spam-Filter-Einstellungen reichte ihm um zu sehen, dass es nur an der Firewall liegen könnte. Umgehend rief er die Firewall-Einstellungen auf. Aha, die Firewall ist überhaupt nicht installiert. „Ohje, wie es aussieht, hat KEINER von Euch ´ne Ahnung, wie so was funktioniert... entweder, einer von Euch muss aus Versehen die Firewall deinstalliert haben oder ein Virus treibt auf Eurem Rechner sein Unwesen. Dann wollen wir das schnell ändern...„ , dachte Jan und suchte nach einem Antivirus-Programm. Daraufhin musste er den Kopf schütteln, als ein besagtes Antiviren-Programm ebenfalls nicht existierte. „Und damit wollt Ihr etwas Vernünftiges reißen?“ Vergebens suchte er nach Installations-Programmen- und CDs, welche aber irgendwo unter den Papierbergen vergraben liegen mussten.

„Hey, was machst du da?!?“ Fox und Peppy kamen in den Raum gestürmt. „Wehe, du hast da unerlaubt rumgepfuscht!“ Jan schien ihre Ermahnung aber nicht im Geringsten zu interessieren, mit grimmigem Gesicht saß er auf dem Stuhl, die Arme vor der Brust verschränkt. „Da siehst du´s, haufenweise Spam und Werbe-Mails, und kein Auftrag weit und breit...“ Keine Reaktion... nach einigen Sekunden seufzte Jan und nahm sich ein Blatt. Seine Stimme schien tief zu klingen. „Sag mal, wie alt bist du eigentlich? Du scheinst eine recht tiefe Stimme zu haben...“ Aber Jan schrieb schnell auf dem Blatt weiter, bis er es schließlich Fox hab zum Lesen. „Tut mir leid es Euch sagen zu müssen, aber Ihr wisst wahrscheinlich nicht einmal, wie man einen neuen Ordner erstellt, oder? Es ist keine Firewall und kein Antivirus-Programm vorhanden, kein Wunder also, dass nichts funktioniert.“ Die beiden Starfox-Piloten sahen verwundert auf. „Wie, es ist keine Firewall vorhanden?!?“ „Auch kein Antivirus-Programm?!?“ Eine Weile lang schwiegen alle, dann fuhr Fox fort: "Weißt du, wer letztens am Rechner gefummelt hat?" "Soweit ich weiß, Slippy..." Ihre Gesichter verzogen sich zu einem wütenden Blick. „Jan, du hast wahrscheinlich hiermit den Tag gerettet... aber woher weißt du das alles?“ Fox gab Jan das Blatt zum Schreiben zurück. Nach einer Weile las Fox wieder vor: „Habe auf Fortuna einen Computerkurs besucht. Auch machte ich dort meinen Pilotenschein.“ „Ah, du lebst also auf Fortuna?“ Diese Frage traf Jan schwer. Eine Träne lief seine rechte Wange runter und er senkte den Kopf. „He, was hast du denn?“ Da nahm er wieder das Blatt ab und schrieb: „Ich habe kein zu Hause. Die ganzen Jahre habe ich in meinem Schiff gelebt. Von meinen Eltern weiß ich nichts, vielleicht hatte ich auch nie welche.“ Jan lebte eigentlich auf Venom, aber er wollte niemanden sagen, dass seine ursprüngliche Heimat Venom war, aber wenn er dies seinen neuen Team-Kameraden erzählen würde, dann wäre er wahrscheinlich im Gefängnis gelandet, weil jeder mit gesundem Verstand denken würde, er wäre ein Spion von Andross. Er musste sich also irgendwie eine glaubwürdige Geschichte zusammenschustern, ohne zu verraten, dass er von Venom kam. Allerdings wusste auch er nicht, welche Rolle er in der großen Schlacht spielte, seine ganzen Erinnerungen an die Kindheit waren verblasst, eins ist ihm geblieben: Er war ein Überlebender. Und dass er es mit viel Glück nach Fortuna und dann nach Corneria geschafft hat. Aber er war froh, diese Erinnerungen an seine Vergangenheit nicht mehr zu haben. Ein neues Leben hatte begonnen. Seine Erinnerungen an früher musste er nur noch vergessen... wenn auch mit großen Anstrengungen.

Fox und Peppy zeigten sich allerdings unbeeindruckt. „Ach was, dann bieten wir dir eben eine neue Heimat.“ Damit halfen sie Jan ungemein: Endlich eine neue Heimat. Jetzt verließen sie wieder die Zentrale und begaben sich zurück ins Wohnzimmer. „Und die letzte Tür, hast du sicher schon bemerkt, ist unser Schlafzimmer. Haben auch schon ein Bett vorbereitet. Ist alles schon da. Kannst du übrigens kochen?“ Jan schüttelte den Kopf. „Ach macht nix, Falco ist ein guter Koch. Hat er alles von seiner Mutti, nicht wahr, Falco?“ „Hm na ja, meine Gerichte bestehen aus Gemüse...“ Jan deutete mit einer Handbewegung, dass er solche Gerichte willkommen hieß. „Ah, sehr gut. Dann werden dir meine Gerichte hoffentlich den Gaumen erfreuen.“ „Jaja, unser „Fälkchen“...“ Die ganze Runde lachte auf. „He, so hat mich meine Mutti immer genannt, dass darf nur sie!“ Alle lachten immer noch, Slippy musste sich sogar an der Wand abstützen, um nicht umzufallen. Aber als sich der Holo-Projektor einschaltete, waren alle wieder ruhig. Wer kam heraus? General Pepper.

„Guten Abend, Jungs!“ „Sir, yes Sir!“ “Ich hoffe, Ihr habt Euren Neuzugang ein wenig unterwiesen, denn Morgen beginnt seine erste Mission! Wie ich vom Fenster aus sehen konnte, hat Jan Euch alle aber weit hinter sich gelassen, nicht wahr?“ „Ja, er hat uns wirklich gezeigt wo der Hammer hing.“ Jetzt spürte Jan Stolz in sich aufkeimen... es war ein herrliches Gefühl. „Ja, ich habe Euch gesagt, dass er nicht zu unterschätzen ist. Eine Frage an Sie...“ Diese Frage war an Jan gerichtet. „Sind Sie bereit, Ihre Mission anzunehmen und Seite an Seite mit Ihrem Team zusammen zu kämpfen?“ Freudiges Nicken. „Sind Sie ebenfalls bereit, Ihre Gesundheit und ganze Kraft zu aufzubringen, um einem Team-Kameraden in Not-Situationen zu helfen, auch wenn Sie damit Ihr Leben aufs Spiel setzen?“ Erneutes Nicken. „So gehen Sie hin und unterstützen Sie Ihre Kameraden!“ Jan salutierte. „Sehr gut!“ Dann wandte er sich an den Rest. „Bemannt die Great Fox und nehmt umgehend Kurs auf Venom, es wird ein langer Flug und es wäre am besten, wenn Sie sich gründlich ausschlafen.“ „Jawohl! Aber haben Sie sich schon mit der Situation von heute Morgen auseinandergesetzt?“ „Die Ermittlungen laufen, wir haben diesbezüglich noch keine Stellungnahmen der Armeeführung erhalten. Wenn ich wieder etwas höre, melde ich mich.“ Er verschwand. „Ihr habt den General gehört, sofort zur Great Fox!“ Alle verließen das HQ, schlossen die Tür ab und stiegen in ihre Flieger. Über Funk sprach Fox mit Jan: „Bald beginnt deine erste Mission, bereite dich gut vor. Dies wird kein Zuckerschlecken, Venom war schon immer ein gefährlicher Ort.“

Anschließend folgte ihnen Jan zur Great Fox. Sein Schiff war zu groß, um in den Hangar zu kommen, daher schaltete er den Autopilot ein, flog niedrig über der Great Fox her und sprang ab, während seins munter nebenher flog. „Jan, was machst du da? Dies ist kein Ort für akrobatische Übungen!“ Er konnte sich gerade noch an dem Rücken festhalten, wo die Kameraden schließlich eine Luke für ihn öffneten. Als er schließlich drinnen auf der Brücke war, ging man mit ihm hart ins Gericht. „Tu das nie wieder, hast du verstanden? Das hätte in die Hose gehen können. Das nächste Mal fliegst du mit einem von uns, in Ordnung?“ Kopfnicken. „Fein...“ Der Anführer wandte sich an ROB. „ROB, Kurs auf Venom, es geht los!“ „Verstanden, Koordinaten eingegeben...“ „Und wir...“, sprach Fox sein Team an, „...gehen besser schlafen, wir müssen für diese Mission bei Kräften sein.“ Da zeigte er Jan noch das Schlafzimmer auf der Great Fox. Schnell wurde ein Bett für ihn bereitgestellt, in dass er sich umgehend hineinwarf. Schließlich deutete er mit einem Winker „Gute Nacht“ an und schlief ein... über die Schiffslautsprecher hörte man noch:

10... 9... 8... 7... 6... 5... 4... 3... 2... 1... ZERO!!!


          

 

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