STARFOX FANFICTION

Author/in: Dark Marine
Titel: Dunkelheit im Herzen




Kapitel 7: Einsatzbereit!


Der Wecker klingelte...

8 Uhr Morgens...


„Venom in Sichtweite.“

Das Krächzen aus dem Schiffslautsprecher war unüberhörbar, und leistete zum Wecker sein Übriges. „Hmmmmm...“, brummte Jan und stand auf. Schnell zog er sein schwarzes Hemd und die schwarze Fliegerjacke an und pflanzte sich auf der Brücke ins Sofa. „Wir erreichen bald die Umlaufbahn von Venom, halten Sie sich bereit.“ Der Neuzugang hatte es noch nie richtig mit Robotern zu tun gehabt, und reagierte bei solch einer Konversation eher schüchtern und zurückhaltend. Ja fast schon ängstlich. Daher beachtete er ROB nicht weiter und saß weiter auf dem Sofa. Jetzt kam auch Peppy nach. Auf der daraufhin fragenden Geste von Jan antwortete er: „Das Ater mag zwar an mir nagen, aber ich stehe gern früh auf.“ Dann gesellte sich Falco hinzu, aber er sah nicht gerade ausgeschlafen aus... „Guten Morgen, Leuts...“ Peppy grüßte zurück, von Jan kam ein freundlicher Winker. Sofort legte Peppy grinsend los: „Na, wie sieht’s mit Frühstück aus?“ Von Falco kam aber genervt zurück: „Machs dir selber, so!“ „Ähem!“ Er drehte sich um und sah Fox hinter sich stehen. „Okay okay, ich mach ja schon...“ Müde stapfte er in die Schiffs-Küche und schloss die Tür. „Er ist ein guter Koch... aber dazu muss man ihn erst mal bringen, hehe.“ Fox warf einen Blick durch das Fenster... „Hm... Venom... ein grausiger Planet... dort fand vor drei Jahren unsere letzte große Schlacht mit dem Wissenschaftler Andross statt. Die Ruinen und Tempel jagen jedem wahrlich einen eiskalten Schauer über den Rücken... zudem hat man ständig das Gefühl, als würde man durch einen Friedhof gehen. Hier verstarb auch mein Vater...“

Einen Moment lang sah es so aus, als würde Fox in Tränen ausbrechen, aber er schaffte es noch, die Tränen zurückzuhalten.

„Ein großartiger Mann.“ Peppy wandte sich an Jan. „Ich flog mit ihm und einem Verbrecher namens Pigma eine Mission nach Venom, nachdem dort Aktivitäten registriert wurden. Als wir dort ankamen, lockte uns Pigma in einen Hinterhalt... sein Vater, James McCloud, konnte nicht mehr entkommen... nur ich schaffte es mit großer Not nach Corneria zurück.“ Nach Peppys Aussage ballte Hermann die Fäuste zusammen und blanker Zorn erfüllte ihn. „Äh, Jan, was hast du denn?“ Keine Reaktion... Fox redete weiter. „Aber ich führte dann das Starfox-Team gegen Andross, um die Bedrohung endgültig auszulöschen. Dabei mussten am eigenen Leib erfahren, dass das Ausmaß der Gefahr höher lag, als wir zunächst erwarteten... als es auf Venom endlich zum Showdown zwischen mir und Andross kam, besiegte ich ihn in einem beinah aussichtslosen Duell.“ „Dolle Erzählung...“, dachte Jan gelangweilt, „...dass das Duell oder Krieg für die Guten scheinbar aussichtslos war, kommt in jedem Kriegsmärchen oder Rittermärchen vor.“ „Ich sollte nach dieser Tat als Held gefeiert werden... aber wir sind Söldner und immer auf Zack.“

Aus der Küche tönte: „Essen ist fertiiiiig!“ „Ah!“ Fox und Peppy machten sich auf zur Küche, aber Jan blieb einen Moment sitzen... er verarbeitete zuerst die Vorstellung, auf einen Schlag seinen Vater zu verlieren. Jan konnte es egal sein, da er seine Eltern nie kannte. Ganz anders war es bei Fox. Es ein sehr schwerer Schlag für ihn gewesen sein, dass jemandem der einzige Vater genommen wurde. „Jan, komm essen, wir müssen bei Kräften bleiben!“ Hastig stand er auf und ging in die Küche, wo Falco, Slippy und Fox am Tisch saßen und ihr Frühstuck zu sich nahmen. „Slippy ist in der Werkstatt.“, erkläre Falco, „Hat sich einen Teller genommen und ist sofort losgedüst. Muss die Arwings wieder auf Hochglanz bringen, denn die Amok-Flieger haben ganze Arbeit geleistet. Was mich jetzt aber interessiert...“. Jan achtete nicht mehr auf ihn, sondern griff sogleich zu einem Teller und schaufelte sich den ganzen Teller mit Falcos Gemüsegericht voll, dann setzte er sich auch an den Tisch, während Falco mit der Konversation weitermachte. „...was hast du da eigentlich für eine Mühle, sieht mir nach keinem Einsitzer aus.“ Keine Antwort... Hermann aß gemütlich weiter. „Hey, ich rede mit dir!“ Die antwortete Handbewegung sollte annähernd „Warte, ich esse noch“ bedeuten, welche Falco verstummen ließ. Jan wurde als erster fertig, so versuchte es Falco erneut, aber der nächste Handwinker hieß in dem Fall „Nein, nicht jetzt, ein andermal vielleicht“, was dazu führte, dass Falco schließlich aufgab.

Nach der äußerst schmackhaften und nährstoffreichen Mahlzeit, ertönte aus den Lautsprechern: „Wir haben die Umlaufbahn erreicht.“ „Sehr gut!“ Alle 4 begaben sich auf die Brücke. Dort tauchte auch, wie erwartet, General Peppers Hologramm auf. „Guten Morgen, Leute, und, gut geschlafen?“ „Jaaa, so lala...“ „Seid Ihr bereit, auf Venom zu landen? Auch wenn Ihr nicht wisst, was Euch dort erwarten wird?“ „Sir, yes Sir!“ Eine Meldung ROBs machte ihnen jedoch einen gehörigen Strich durch die Rechnung... „Planetenanalyse bestätigt: Atmosphäre vergiftet. Einatmen der Luft kann zu verheerenden Schäden führen. Betreten des Planeten ohne Schutzmaßnahmen nicht möglich.“ „Das war’s dann wohl...“ Fox sah sehr verärgert aus, aber Pepper hatte (mal wieder) eine effiziente Lösung für das Problem. „ Habe ich mir schon gedacht. Aber keine Sorge, Jungs: Ich habe vorgesorgt.“ Die ganze Runde zeigte sich sichtlich überrascht. „Hä?“ „Ich habe für diese Mission extra Anzüge in Auftrag gegeben, mit denen Ihr Euch unter extremen Bedingungen fortbewegen könnt.“ „Gut, General, aber wir sind hier bei Venom und nicht bei Corneria.“ „Prüft Euren Frachtraum nach...“ Das Team ging schon mal los in den Frachtraum, aber der General behielt Jan zurück. „Jan Hermann... vorher muss ich mit dir noch ein ernstes Wörtchen reden.“ Nervosität keimte in Jan auf... „Wir haben deinen Anzug als Basismodell gebraucht und ihn an die Verhältnisse angepasst. Er enthält jetzt einen Filter, welcher die giftigen Bestandteile vom Sauerstoff trennt. Aber... nun eine wichtige Frage: Dieser Anzug ist nicht von Fortuna oder Corneria, sondern stammt aus den unterirdischen Kasernen Venoms. Wie bist in dessen Besitz gelangt? Er ist ja voll gespickt mit fremder und hoch entwickelter Technologie! Dagegen steckt unsere noch in den Kinderschuhen. Warst du einmal auf Venom?“ Jan nickte. „Ah... wann denn?“ Er setzte eine ratlose Miene auf. „Jaja, ist wohl lange her... hm, für die nächsten Fragen benötige ich Ihre Sätze auf Blättern. Ihre Waffe, die wir ebenfalls neben dem Anzug analysiert und für die Mission vervielfältigt haben, strotzt ebenfalls vor fremder Technik. Es verwendet keine Energiezellen um für eine Laserbewaffnung zu sorgen, stattdessen verwendet es ein Magazin von großkalibrigen, explosiven Kugeln um an Fahrzeugen und Personen schwere Schäden anzurichten... auch von Venom?“ Kopfnicken. „Gut, jedenfalls konnten wir die Munition mehr oder weniger nachproduzieren. Deine Ausrüstung gibt uns nach wie vor Rätsel auf... nun ja, deinen Anzug haben wir mitsamt deiner Waffe in den Frachtraum verladen. Viel Glück... Soldat! Ich werde Euch bei Bedarf mit notwendigen Informationen versorgen. Ich melde mich wieder!“ Schon war er weg... Jan bewegte sich mithilfe der an den Wänden hängenden Wegweisern (Wer hätte das gedacht) Richtung Frachtraum, wo ihm dann Peppy und Slippy in Begleitung mit 2 großen Soldaten begegneten. „Jan, was hast du da nur für eine bombastische Ausrüstung?!? Schilde, große Waffe... Klimaanlage...“ In den beiden großen Anzügen steckten doch tatsächlich Fox und Falco drin! Dessen Anzüge waren allerdings Weiß-Blau und ohne Hörner auf den Helmen. „Los, zieh dich an, wir müssen los...“ Fox´ Stimme klang deutlich tiefer als vorher. „Laut dem, was ich gehört habe wurde für dich ein besonderes Extra integriert...“ Fox und Falco setzten ihren Weg Richtung Hangar fort. „Wir bleiben auf der Great Fox, um Euch über Funk zu unterstützen. Jetzt geh, zieh dich an und mit Vollgas in deine erste Mission!“ Der Frachtraum glich eher der trostlos aussehenden Funkzentrale, nur mit dem Unterschied, dass statt den Papierbergen und Aktenschränken lauter Container und Kisten herum standen. In einer geöffneten Kiste lugten noch die Teile seines Anzugs hervor: Beine, Oberkörper und Helm. Die Waffe lag am Boden vor der Öffnung. Er setzte sich auf den Boden, zog zuerst die Beine des Anzugs an, dann den Oberkörper und setzte sich zuletzt den Helm auf. Die Waffe schnallte er sich an seine Hüfte und er schritt gemächlich Richtung Hangar. „Hm, was das wohl für eine Neuerung ist?“, dachte er sich...

Der Hangar sah schon deutlich besser aus als alle anderen Räume, die er besucht hatte. Alles flott und sauber eingerichtet, die Arwings standen schön nebeneinander. In zwei von denen saßen schon Fox und Falco drin. „ Los, komm schon, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit! Steig in einen der freien Arwings, dein Flieger wird hier leider nicht reinpassen...“ Da Jan seinen gehörnten Helm trug, konnte man ihm nicht ansehen, dass er in dem Moment etwas traurig aussah. Jedenfalls stieg er mit Unbehagen in einen Arwing... es war ungewöhnlich, nach so einer langen Zeit wieder in einem kleinen Jäger zu sitzen... „Und, hast du schon die Knöpfe an dem rechten Handgelenk bemerkt?“ Wahrhaftig, am Handgelenk entdeckte Jan einen Knopf, welche noch nicht da waren. „Das ist eine nette kleine Funktion, mit der du doch noch sprechen kannst. Genauer gesagt, das Gerät spricht für dich... du drückst auf dem Knopf und es sendet deine Gedanken als Sprachdatei wieder... probier's aus!“ Genial! Jetzt war er nicht mehr auf Schreibutensilien angewiesen... er betätigte ihn... es ertönte eine aggressiv wirkende Stimme.

„Einsatzbereit!“


Sie nahmen Kurs auf Venom... doch noch ahnte Jan nicht, welche Schwierigkeiten das neue Sprachgerät verursachen würde...


          

 

Zurück zur Übersicht nächstes Kapitel