STARFOX FANFICTION

Author/in: Dark Marine
Titel: Dunkelheit im Herzen




Kapitel 13: Letzter Halt: Die Flucht


Die Truppen kamen immer näher und der jüngere Jan schoss noch zurück in der Hoffung, sie aufzuhalten, aber die Gegner waren weit in der Überzahl. Glücklicherweise erreichten sie noch den Arwing und ließen James einsteigen. „Das hätten wir geschafft. Machen Sie sich nun schleunigst vom Acker solange die Basis noch in Aufruhr ist.“. James startete die Maschine, wandte den Kopf noch mal zu Jan und sagte: „Danke... das werde ich Ihnen nie vergessen.“. Jan trat einige Schritte zurück und beobachtete noch, wie der Arwing beschleunigte und sich auf und davon machte. James war gerettet, aber was würde Jan jetzt machen? Er war nun allein im Kampf gegen eine Übermacht. Sämtliche Flieger waren im Einsatz und die Panzer waren schlichtweg zu langsam... „Verdammt...“, fluchte Jan vor sich hin und grübelte nach. Vielleicht steht hier noch ein „Mammut“-Geländefahrzeug, mit dem er fliehen könnte? Er suchte die rechte Reihe ab... für die andere blieb keine Zeit, er musste also auf Glück hoffen. „Panzer... Panzer... nichts als Panzer... ah!“. In der äußersten Ecke entdeckte er zwei der schwarzen Fahrzeuge. „Bingo!“. Alle Fahrzeuge standen für den sofortigen Einsatz stets offen, weshalb beide Jans schnell einstiegen (Der Ältere konnte glücklicherweise durch Personen hindurchgehen) und der Jüngere den Motor startete. Der Zündschlüssel steckte schon drin... „Also dann, nichts wie weg!“. Von den Seiten tauchten schon die Soldaten auf und nahmen das Fahrzeug unter Beschuss, aber weil es gepanzert war, nahm es keinen Schaden. Jan drückte aufs Gaspedal und brauste davon in die Freiheit.

„Jawoll! Endlich frei! Ich bin diese Hohlköpfe los! Jetzt hält mich nichts mehr auf! Nichteinmal Andross´ jämmerliche Flieger können mich noch einholen. Mein Zimmer und den Schreibtisch werde ich vermissen. James und meinen Freund Bruce auch. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich werde meine gewonnene Freiheit in vollen Zügen genießen und irgendwann von diesem ausgedörrten Planeten verschwinden.“, triumphierte der jüngere Jan und erreichte die Oberfläche, als er das Hangartor passierte. Überall waren die staubigen Dünen und Gebirgsmassive von Venom zu sehen... im Rückspiegel sogar noch der Tempel mit der Öffnung. Weit fuhr er auf die Ebenen hinaus, nur um möglichst weit weg vom Tempel zu sein. Einmal hielt er an und stieg aus... der jüngere Jan fragte sich, was er denn jetzt tut. Also stieg er ebenfalls aus und sah den anderen an. Dieser blickte erst mal in den Himmel, als er von weitem vier Jäger erblickte, die Kurs in seine Richtung nahmen. Im Vorbeiflug erkannte Jan diese Flieger: Es waren Arwings. Sie bremsten nochmal kurz, vermutlich nur, um zurückzuschauen, bevor sie wieder beschleunigten. Beide sahen ihnen nach, wie sie Kurs auf ein entferntes Schiff in Weiß nahmen... hinter ihnen knallte es. Beide drehten sich um und vernahmen ein Inferno am Horizont. Andross ward geschlagen...

„Hm...“. Ehe Jan sich versah, stieg der Jüngere wieder ein. Um noch rechtzeitig ins Auto zu kommen, sprang er hinein und blieb über den beiden Sitzen liegen. „Genug.“. Die laute und unheilvolle Stimme Wolfs erklang wieder. „Wir spulen mal vor, ich will wissen, wie du vom Planeten entkommen bist.“. Kurz wurde wieder alles weiß, dann fand er sich wieder auf dem Beifahrersitz und schaute zur Seite, wo der andere Jan saß... aber ohne Anzug. Dieser lag nämlich im Kofferraum, anscheinend wurde es ihm schon zu warm. Jan wusste nicht, der wievielte Tag es nach der Explosion war, aber nach dem Gesicht des Jüngeren zu urteilen, ist es bereits drei Jahre her, seitdem Andross besiegt wurde. Der Jüngere schaute ausdruckslos drein... seine Erinnerungen sind wohl schon verblasst. Er war nun wirklich... „leer“.

Sein Herz war leer, von Dunkelheit erfüllt, nichts blieb ihm erhalten. Ein Schatten seiner selbst... eine verirrte Seele auf diesem Planeten, welche knapp dem Feuertod entkommen ist. „An diesen Tag kann ich mich noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre...“, dachte sich der ältere Jan und beobachtete, wie der andere Kurs auf eine entfernte Öffnung nahm. Wahrscheinlich ein weiterer Hangar. Nach einigen Kilometern stiller Fahrt erreichten sie ein offenes Hangartor, in das sie hineinfuhren. Beim Eintritt gingen sämtliche Lichter an. „Hier habe ich versucht, ein Schiff zu finden, womit ich fliehen könnte...“. Der Hangar war dem eines Großkampfschiffes ähnlich, er bot genug Platz für 18 Jäger oder 4 kleinen Frachtern. Dieser Hangar stand allerdings leer... in einer Ecke aber ließen sich Apparaturen zur Herstellung von Fliegern entdecken. Der jüngere Jan bewegte sich auf ein Interface zu. Dieses Interface sah aber nach keinem Überwachungscomputer aus... beide sahen es an, und der Jüngere tippte ein wenig auf der Tastatur rum, bis eine Liste mit verschiedenen Schiffsmodellen erschien. Jedes Modell besaß einen Namen und eine holographische Projektion des Designs. Er sah sich viele Modelle an, aber bis jetzt waren es nur Raumjäger gewesen. Bei einem bestimmten hielt er aber an... es handelte sich um genau Jans persönliches Schiff. Eine tiefe Computerstimme gab einige Informationen über diesen Flieger...

„Frachter der Bulldog-Klasse. Dieses Fluggerät stellt die neueste Errungenschaft der venomianischen Streitkräfte dar. Es wurde dazu konzipiert, kleinere Waren schnell und sicher zu transportieren. Um dieser Aufgabe nachzukommen, besitzt es zahlreiche Frachtmodule, dazu noch einen größeren Frachtraum um notdürftig größere Waren einzulagern. Unterhalb des Rumpfes sind flache Magneten angebracht, mit denen kleine Fahrzeuge befördert werden können. Zur Verteidigung zählen jeweils zwei schwere Vierlingslaserkanonen, die in jede Richtung ausgerichtet werden konnten, zwei integrierte Raketenwerfer und einen, für diese Größe verhältnismäßig starken, Schutzschild, der selbst konzentrieren Beschuss standhalten kann. Fällt der Schild aus, sorgt die verstärkte Panzerung für hohe Überlebenschancen. Für die Fortbewegung ist ein leistungsfähiger Antrieb zuständig, der in der Athmosphäre das Tempo eines schnellen Raumjägers erreicht. Um schnell von Planeten zu Planeten zu reisen, ist der Bulldog mit einem revolutionären Hyperraumantrieb ausgerüstet, der normalerweise bei neuen Großkampfschiffen Verwendung findet. Aufgrund der schlagkräftigen Bewaffnung und der schweren Panzerung wird er jedoch häufiger als schweres Angriffsschiff verwendet, beispielsweise bei Angriffen auf größere Schiffe...“.

Die Stimme verstummte und der jüngere Jan lächelte. Dann tippte er noch einige Male auf die Tastatur, bis sich die Apparatur im Hangar bewegte. Er wusste also noch, wie man diese Geräte bediente und solche Schiffe fliegt, ansonsten hätte er sicher einen Raumjäger in Auftrag gegeben. Ein weiteres Tor im Hangar öffnete sich und von der Decke kamen Greifarme herab und bewegten sich durch das zweite Tor. Dort holten sie neue Teile zur Produktion. „Jetzt wird mir auch klar, wie ich an das Schiff gelangt bin. Aber ich weiß noch, dass diese Teile veraltet waren, daher neigte der Antrieb auch zu Aussetzern, weshalb ich ihn immer wieder reparieren musste, bevor ich den Planeten endgültig verlassen konnte...“. „Sehr gut!“. Wieder Wolfs Stimme... „Das genügt. Endlich weiß ich, wie du fliehen konntest... wir machen hier Stopp!“. Alles wurde schwarz vor Jans Augen und er fand sich abermals auf dem Stuhl wieder. „Nun, da ich endlich weiß, wie du entkommen bist, habe ich mir geschworen, dass dies nicht nochmal passieren wird. Ich werde dich und Bruce im Kerker verschimmeln lassen! Soldaten, bringt sie weg!“. „Ja Sir!“. Jan wurde vom Stuhl freigemacht und dann von Scorch abgeführt, während Bruce von Brian gedrängt wurde. „Ach übrigens, das Sprachgerät haben wir an den Zentralcomputer angeschlossen, damit wir wissen, was in deinem Kopf vorgeht. Also komm bloß nicht auf dumme Gedanken, die dein wertloses Leben als... „fehlerhafter“ Klon ansonsten gefährden konnten...“, sagte Wolf noch hinterher und schließ die Tür...

„Naja Jan, immerhin hatten wir eine schöne Zeit miteinander... auch wenn unser Leben recht kurz war...“, versuchte Bruce Jan aufzuheitern, aber dieser dachte noch an Fox und Falco. Wo sind sie jetzt? In welcher Lage befinden Sie sich? All dies beunruhigte Jan zutiefst.

„PENG!!!“


Ein ohrenbetäubendes Schussgeräusch ertönte und das Echo hallte von überall wieder... Exekution? „Was war das?!?“, fragten sich die beiden Soldaten und sahen sich verwundert um. Diesen Augenblick nutzten Jan und Bruce, um die beiden mit einem Tritt für eine kurze Zeit auszuschalten. Als sie für einen Moment auf dem Boden lagen, nahmen sie sich schnell ihre Waffen und ergriffen die Flucht...





          

 

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