STARFOX FANFICTION

Author/in: Dark Marine
Titel: Dunkelheit im Herzen




Kapitel 15: Die letzte Hürde


Der ganze Tempel war in Aufruhr. Nicht nur, dass cornerianische Streitkräfte eingedrungen sind und alles dem Erdboden gleichmachen, nein, jetzt wurde auch noch die Selbstzerstörungssequenz gestartet, die sich nicht mehr abschalten ließ. So oder so war das Ende der venomianischen Armee besiegelt. Entweder sie stellen sich dem überlegenen Gegner oder sie würden in einer einzig großen Explosion hochgehen. In den bestehenden Truppen herrschte Panik, denn jeder wusste, dass alles verloren war. Daher versuchte jeder, das beste aus der Situation zu machen... was in deren Praxis als „Das eigene Leben retten“ galt. Niemand kümmerte sich noch mehr um Jan & Co., jeder rannte was er konnte. Selbst die Offiziere, welche die Truppen mobilisieren sollten, warfen die Flinte ins Korn und suchten nach einem Fluchtweg. „Schnell, beeilt Euch! Sonst sind alle Fahrzeuge im Hangar weg!“, rief Bruce noch im Lauf. Überall liefen Soldaten ziellos durch die Gänge, nur Bruce und die anderen folgten zielstrebig dem Weg zum Hangar. Als sie die Treppe zum Hangar erreichten, waren sie bereits durch das Laufen erschöpft, der wirkliche Terror fand genau IM Hangar statt: An jedem Fahrzeug Gewusel, einige schlugen sich sogar drum, wer das Fahrzeug nun benutzen dürfte. Nicht selten kam es auch zu Waffengewalt, was öfters tödlich endete. Die Vier sahen sofort in jede Ecke... hoffnungslos. Alles besetzt. „Verteilen wir uns in zwei Gruppen, die jede Seite absuchen. Wenn eine Gruppe ein freies Vehikel entdeckt haben sollte, informiert er die andere Gruppe über die Helm-Kommunikationsgeräte und hält das Objekt anschließend von Gegnern fern, bis die anderen aufgekreuzt sind. Alles klar?“. Alle nickten und splitterten sich umgehend in zwei Gruppen auf: Fox und Falco übernahmen die linke Seite, während Bruce und Jan die rechte Seite absuchten. Dies war allerdings leichter gesagt als getan, denn die Suche war nicht das einzige Problem. Jeder musste aufpassen, nicht ins Kreuzfeuer sich prügelnder Soldaten zu geraten. „Verdammt Jan, seit unserem letzten gemeinsamen Einsatz hast du dich wirklich verlangsamt!“. Wenn Jan eins nicht leiden konnte, dann waren es Bruce´ alberne Witze in Notfallsituationen, auch wenn sie die Lage nur ein wenig entspannen sollten... was leider selten bis nie klappte, denn stattdessen reizten diese Witze die anderen noch mehr. Hier und da war das Gedröhne von Motoren zu hören, wahrscheinlich begann sich der Hangar zu leeren. Dies beinhaltete den Vorteil, weniger suchen zu müssen, aber es standen im Nachhinein weniger Fluchtfahrzeuge zur Verfügung.

Ein Laser flog dicht an Jans Kopf vorbei... sein Anzug besaß zwar einen Schild, aber er wusste nicht, ob dies auch für den Helm galt. Kurze Zeit später erreichten sie die äußerste Ecke. Jetzt mussten sie die Reihen absuchen und ein geeignetes Fahrzeug finden... falls so was noch vorhanden war. Vorne sahen sie, wie sich immer mehr Bodenfahrzeuge bewegten und Flugzeuge emporhoben. Vielen Soldaten blieb also nichts mehr anderes übrig, als die Oberfläche zu Fuß zu erreichen. Oder sie ließen sich kurzerhand auf die Karosserie der Bodenfahrzeuge nieder. Die Stimme Falcos in ihren Helmen ließ Jan und Bruce aufhorchen: „Hey! Kommt schnell her, wir haben hier etwas gefunden! Sieht genauso aus wie Hermies Schiff!“. „Welch ein Glück!“, frohlockte Bruce. „Wo seid Ihr?“. „B-5! Aber beeilt Euch, hier sind schon die ersten Penner, die uns das Schiff klauen wollen! Lange können wir es nicht mehr halten, es kommen immer neue!“. „Verstanden, sind schon auf dem Weg!“. In der Ferne entdeckten sie den grauweißen Frachter, und einige Soldaten, die darauf zuhielten. Aber die Soldaten waren nicht die einzigen, neuerdings nimmt auch ein Panzer Kurs auf den Bulldog. „Falco, Fox! Vorsicht! Wir haben einen Panzer entdeckt, der auf Euch zufährt!“. „Auch das noch! Was sollen wir denn bitteschön gegen den Panzer machen?!?“. Bruce überlegte... und fand eine Lösung: „Bemannt den unteren Geschützturm! Damit werdet Ihr selbst mit schweren Fahrzeugen fertig!“. „Okay... wenn ich’s finde!“. Lange kämpften sich die beiden durch die Mengen von Gegnern, glücklicherweise erkannte jeder, dass Soldaten in solchen Kampfanzügen einen hohen Rang innerhalb des Militärs genießten, weshalb sie ihnen, wenn auch widerwillig, Platz machten. „Ich hab´s! Ich glaub´, ich hab´s gefunden!“, triumphierte Falco, „Machen wir Hackfleisch aus ihnen!“. Aus einiger Entfernung konnten Bruce und Jan eine Salve Laser auf den Panzer zurasen sehen, welche mit einem verheerenden Einschlag das Fahrzeug im Handumdrehen auseinander nahmen. „Bingo!“. Einige Zeit darauf erreichten sie das Schiff, was immer noch energisch von Fox und Falco verteidigt wurde. „Da seid Ihr ja endlich! Na los, das ganze Ding geht gleich in die Luft!“. Fox stieg bereits ein, die anderen beiden standen kurz vor der Rampe, als... „Halt! Und keine Bewegung, oder wir blasen Euch Eure Rüben weg!“. Die beiden drehten sich nicht um, aber dennoch wussten sie, wer es war... „Scorch... wir hätten es wissen müssen.“. „Tjaaa, da staunt Ihr, was? Habt Ihr wirklich geglaubt, wir seien nach Eurer kleinen Abreibung erledigt gewesen? Oder geschweige denn, unwissend darüber, wohin Ihr Euch bewegen würdet? Nachdem der Alarm losgegangen war, wussten wir sofort, dass Ihr zum Hangar laufen werdet.“. „Aber woher habt Ihr dann herausgefunden, dass wir genau dieses Schiff benutzen?“. „Dürfen wir Euch leider nicht verraten... wozu auch? Wir sparen uns das Gerede und strecken Euch nieder!“. „Falco, tu was!“. “Sagt “Lebwohl”!”. Zu einem Schuss kam es jedoch nicht… beide, Scorch und Brian, sahen mit Verwunderung und Angst zugleich den unteren Geschützturm des Frachters an, der sich plötzlich auf sie richtete und nach einer entsetzlich langen Sekunde zwei Schüsse abfeuerte. „Nei... aaaaaaaaaaaaaah!!!“. Jan und Bruce drehten sich um... die beiden Gegner waren nicht mehr zu sehen. „Lebwohl.“, sagte Falco und lachte. „Die sehen wir nie wieder.“. „Super gemacht, jetzt aber schnell weg hier!“.

Alle waren nun an Bord, die Verladerampen hochgezogen. Fox setzte sich ans Steuer, wo er erst mal sitzenblieb. „Worauf wartest du denn noch?!? Starte das verdammte Ding endlich!“. Aber Fox stand sofort wieder auf und hieß Jan an, Platz zu nehmen. „Hä? Was ist denn jetzt?“. „Also, ich... ähm... wenn ich ehrlich sein soll... dieser Flieger ist doch eine Nummer zu groß für mich... Jan, übernimm du!“. Also setzte sich nun Jan ran... aber auch dieser blieb erst mal sitzen. „Du nicht auch noch! Was ist denn das Problem?“. Er zeigte mit der Hand nach vorne... „PANZER!!! IN DECKUNG!!!“. Ein Schrei durchschnitt die stickige Luft im Hangar, was von Explosionsgeräuschen begleitet wurde. „Ausgezeichnet Leute, jetzt stecken wir unbeschreiblich tief in der Scheiße!“, betonte Fox im etwas unordentlichem Ton, was aber den Nagel auf den Kopf traf. „Ich verstehe das Problem nicht, hauen wir einfach ab!“. „Bruce, wir fliegen unter venomianischer Flagge! Keiner rechnet noch damit, dass wir uns gerade hier an Bord befinden, sondern eher im Kerker! Wenn uns die Panzer entdecken, werden sie unweigerlich das Feuer auf uns eröffnen.“. Dann fragte er Jan: „Hält dein Schiffchen schweren Beschuss durch?“. Jan sah ihn ratlos an... „Nagut, dann müssen wir es halt herausfinden... starte die Maschine... UND BRING UNS HEIL HIER RAUS!!!“. Jan setzte sämtliche Systeme im Gang, bald schwebten sie über dem Boden und sie nahmen an Tempo zu. „Können wir nicht zu ihnen Funkkontakt herstellen?“. „Hm, wäre ja mal ein Versuch wert... Jan, bedien mal das Gerät hier...“. Im Durchflug kamen ihnen einige blauweiß lackierte Landmaster entgegen. Man konnte es ihnen zwar nicht ansehen, aber sie konnten ihre Geschütze recht schnell ausrichten. Alle feuerten ihre Hauptkanonen ab... jeder Schuss verfehlte sie... leider traf der Letzte, der im Nachhinein abgefeuert wurde. „Uah!“. Der Frachter wurde mächtig durchgerüttelt und Bruce kippte um. Jan sah nach der Stabilisierung der Maschine kurz auf die Schildanzeige... und grinste. Er deutete mit dem Zeigefinger auf die Anzeige. „Was?!? Schildstärke 75%? Alter, was ist denn das für ein Monsterteil?“. Inzwischen hatte Jan das Funkgerät eingestellt und Fox versuchte, die cornerianischen Streitkräfte auf ihrer Frequenz zu erwischen, was nach ein wenig rumhantieren glückte. „Hallo? Hören Sie mich? Hallo! Bitte kommen!“. Er erwartete keine Antwort... vielleicht war hier irgendwo noch ein Störsender aktiv, der jegliche Kommunikation zwischen den beiden Parteien unterbinden würde. Umso größer war die Verwunderung, als sich tatsächlich jemand meldete: „Befehlshabender Offizier Branton, ich höre Sie.“. „Gott sei dank, endlich ein cornerianischer Offizier, wissen Sie...“. „Melden Sie mir zuerst Angehörigkeit, Name und Grund Ihrer Ansprache!“. „Starfoxteam, Fox McCloud hier! Ich sitze hier zusammen mit meinen Kameraden in einem erbeuteten, feindlichem Frachtschiff und sind gerade dabei, den Planeten zu verlassen!“. „Fox McCloud? Ein Wunder! Wir dachten, Sie würden noch im Kerker schmoren!“. „Ja, bitte sofort die Truppen zurückziehen!“. „Aber wieso das denn?!?“. „Die gesamte Anlage sprengt sich gleich...“.

Sie waren gerade an der Oberfläche angelangt, als hinter ihnen ein lauter Knall ertönte. „...in die Luft...“. „Verstanden, ich kümmere mich drum! Wir haben Sie bereits markiert und haben freie Bahn durch unsere Reihen. Branton, Ende.“. „Danke. Fox, Ende...“. Einige Sekunden lang sagte niemand etwas... dann aber fing Bruce an zu lachen. Anschließend Fox und Jan, Falco, der noch im Geschützturm saß, lachte schließlich auch. Alle waren überglücklich, die Mission überstanden zu haben. Sie hatten zwar nicht Wolf erwischt, dafür aber Venom einen weiteren, empfindlichen Schlag versetzt. Sie hielten direkt auf den Orbit zu, wo die Great Fox auf sie wartete...


Aber es gab noch viele Fragen zu klären, deren Antworten sie bald erfahren sollten...


          

 

Zurück zur Übersicht nächstes Kapitel