STARFOX FANFICTION

Author/in: Dark Marine
Titel: Dunkelheit im Herzen




Kapitel 16: Showdown auf der Great Fox


Sie hatten es letztendlich geschafft. Sie verließen die Oberfläche des Planeten und hielten auf die Great Fox zu. „Na Leute? Was machen wir, wenn wir ausbezahlt werden?“, träumte Fox beim Gedanken an eine ordentliche Entlohnung. „Öhm, in ein 5-Sterne-Hotel gehen?“, antwortete Bruce unsicher. „Du gehörst zwar nicht zu uns... aber...“. Bruce´ Gesicht hellte sich auf. „...weil du uns heil durch den Tempel geführt hast, so denke ich, werde ich bei General Pepper ein gutes Wort für dich einlegen. Wie wär’s mit einer Karriere an der Akademie? Könntest du dir eine Karriere als Offizier oder General vorstellen?“. „Also weißt du... solange ich ein gutes Entgelt erhalte und nicht in Büros Papierkram erledigen muss... dann soll’s mir recht sein.“. „Bestimmt! Für deine unverhoffte Unterstützung gibt es für dich sicher einen guten Platz in der Armee.“. Langsam kamen sie der Great Fox immer näher, bis Fox Jan erneut darum bat, das Funkgerät für ihn einzustellen, sodass er mit Peppy und Slippy kommunizieren konnte. „Ähm... ist das überhaupt die richtige Frequenz? Moment... ah, es funktioniert. Also dann... ähem! Fox McCloud, Starfoxteam. Slippy, Peppy, seid Ihr da?“. Nach einer Weile meldete sich die piepsige Stimme von Slippy. „Fox! Alles klar bei Euch? Seit Eurer Landung haben wir den Kontakt zu Euch verloren und...“. „Wir erzählen Euch alles, wenn wir an Bord sind. Es gibt soviel zu erzählen, wir könnten den ganzen Tag dran sitzen. Öffnet die untere Luke, wir sind jetzt da!“. „Verstanden, sind schon unterwegs!“. Aus der Sicht vom Cockpit des Frachters aus, so dachte Fox, sieht die Great Fox gar nicht mal so groß aus. Angesichts der Feuerkraft des Frachters schien die Größe keinerlei Bedeutung zu haben.

Schließlich brachte Jan das Schiff an die Luke. Um den Frachter fest zu verankern, kamen drei automatisierte Greifarme aus der Luke, welche das Schiff befestigten. „Das traute Heim...“. „Hm, endlich bekomme ich einen Einblick in die mobile Wohnung des Starfoxteams...“. Alle stiegen die Luke hoch, rein in die Great Fox. Die Leiter führte in den Frachtraum, wo sich alle erst mal auszogen. Die Tür des Frachtraumes öffnete sich und hineinkamen... „Slippy! Peppy! Ihr wisst gar nicht, wie viel wir Euch zu berichten haben...“. Die beiden grinsten und Peppy sagte: „Jaja, wir wissen schon, wie heiß Ihr darauf aus seid, uns die gesamte Mission vor Augen zu führen, aber vorher...“. „Ja?“. „...müsst Ihr Euch ein wenig stärken.“. Das begeisterte Gesicht der anderen verschwand zusehends, bis sie entsetzt dreinsahen. „Soll das heißen...“. Peppy, der schon ahnte, dass sie lieber hungern würden, statt seine Gerichte zu essen, wehrte ab. „Nee, der Kühlschrank ist voll mit Eiscreme... Vanille gefällig?“. Jetzt kehrte das freudige Gesicht auf ihnen zurück. „Wirklich, damit hast du uns wirklich einen großen Gefallen getan. Wir kochen nämlich schon in diesen Anzügen...“. „Ähm, diese Anzüge haben Klimaanlage...“, versuchte Bruce Fox zu informieren. „Ah nein, stimmt... wieso hast du mir das nicht in der Kaserne gesagt?“. „Also ich, äh...“. „Fox, das hatte ich noch VOR der Mission gesagt... als wir zum ersten Mal diese Anzüge verwendeten...“, sagte Falco, aber dann war Fox auch still. Jetzt fielen Slippy und Peppy auf, dass Bruce auch noch da war. „Und wer ist das?“. „Och, das ist ein... guter Freund von Hermie...“. „Aha... wenn du es so sagst... kommt, wir gehen in die Küche...“.

Als sich alle mit einem Vanille-Eis versorgten und auf der Brücke hinsetzten, begann Falco zu erzählen, weil Fox eine ganze Weile... „außer Gefecht“ war. „Als wir auf dem Planeten...“. Aber er kam nicht weit mit der Erzählung. ROB unterbrach die Runde störte. „Verdammt ROB, stör mich gefälligst nicht, wenn ich rede!. „Tut mir leid Falco. Aber ich melde die Anwesenheit einer unregistrierten Person auf der Great Fox.“. „Was soll das heißen, hier ist eine unregistrierte Person an Bord? Willst du damit sagen, dass uns irgendjemand gefolgt ist?“. „Bestimmt ein venomianischer Soldat, der uns alle hinterrücks killen möchte, damit er sich toll vorkommt und einen großen Batzen Geld bei den letzten übrigen Offizieren kassieren kann...“. Fox stand auf. „Ich schlage vor, jeder nimmt sich einen Blaster und sucht das Schiff ab. Slippy und Peppy durchsuchen die obere Etage, ich und Falco die mittlere und Jan checkt mit Bruce die Untere durch.“. „Und was ist, wenn wir die besagte Person entdecken?“. „Bein abschießen, Knochen brechen, einschläfern, was weiß ich! Hauptsache, Ihr nehmt sie lebend fest. Bringt ihn dann auf die Brücke. Ach ROB... ist diese Person nicht irgendwo auf dem Radar zu sehen?“. „Negativ.“, erwiderte ROB, „Zielperson verwendet Tarnfeld. Lokalisierung nur bei Abschaltung möglich.“. „Nagut... stellt Euch mit dem Rücken zur Wand, wenn Ihr nicht von diesem Typen hinterrücks umgebolzt werden wollt und achtet auf sich bewegende, durchsichtige Formen... los jetzt!“ Jeder nahm sich einen Blaster aus einem Regal welches auf der Brücke stand und sie teilten sich auf. Bruce und Jan stiegen die Treppe hinunter in die unterste Etage. „So Kamerad... ich schlage folgende Vorgehensweise vor: Wir trennen uns hier und gehen in verschiedene Richtungen. Du gehst wieder zurück in den Frachtraum, während ich nachschauen gehe, was da hinten abläuft. Geht das so in Ordnung?“. Jan nickte. „Na dann viel Erfolg, Kamerad!“. Sie trennten sich...

Jan hatte ein flaues Gefühl im Magen. In seinen Gedanken machten sich verschiedene Vorstellungen breit, was es für eine Person sein könnte. Aber keine Vorstellung tauchte so schnell wieder auf, wie die von... das unheilverkündende Gefühl verstärkte sich, je näher er dem Frachtraum kam. „Wenn es der ist, von dem ich denke, dass er es ist...“, dachte er sich. Die Tür war nun in Sichtweite... er ging langsam auf sie zu. Am Schalter angekommen, zog es seine freie Hand zum Schalter hin, zog sie dann aber wieder zurück, als ob er Angst vor dem hätte, was ihn dahinter erwarten würde. „Vielleicht sollte ich vorher Bruce zur Hilfe holen...?“. Aber dann überlegte er es sich doch anders und drückte auf den Schalter. „Dann wollen wir mal...“. Er durchschritt die Tür...

Der Frachtraum sah nicht viel anders aus als bei der Ankunft. Er sah kurz in jeder Ecke nach und überprüfte die Luke, welche verschlossen war. „Sieht doch alles gut aus, was soll ich denn hier noch? Ich habe meine Arbeit getan, also zurück zur Brücke.“. Kaum stand er vor der Tür, ging sie auch wieder zu. „He, was soll das! Geh auf!“. Er drückte auf den Schalter neben der Tür... sie öffnete sich nicht. „Mist... vermutlich eine Fehlfunktion. Stellt sich nur noch die Frage, wie ich hier rauskomme... ich probiers mal mit dem Funkgerät an Bord des Frachters...“. Zunächst stellte er sich an die Luke. „Wenn ich jetzt nur wüsste, wie das aufgehen könnte...“. Weil er keinen Knopf oder Ähnliches sehen konnte, stellte er sich geradewegs drauf und sprang einige Male drauf. „Potzblitz! Bleibt mir also nur noch abzuwarten, bis Bruce kommt und Hilfe holt.“.

„Sie wird nicht aufgehen.“. Diese plötzliche Stimme erschreckte ihn so sehr, dass er eine Landung auf dem Allerwertesten vollbrachte. „Aua! Wo kommt diese vertraute Stimme her?“. „So so... na, da habt Ihr einiges hinbekommen um Venom eins auszuwischen, ´ne?“. Jan stand wieder auf, aber er konnte niemanden sehen. „Denkt Ihr nicht auch, dass Eure Flucht viel zu reibungslos verlief?“. „Man, der soll endlich die Fresse halten und sich zeigen, anstatt Opern zu quatschen...“. Schließlich materialisierte sich jemand oder etwas auf einer der Kisten, bis es oder er eine erkennbare Form annahm. „Wolf! Ich hätte es wissen müssen...“. „Habt Ihr mich schon vermisst?“. „Echt... wirklich...“, dachte Jan mit Ironie und sah ihn böse an. „Bevor wir uns gegenseitig zusammenschlagen, möchte ich, dass du mir ein letztes Mal zu hörst, denn was ich dir zu sagen habe, wird auf jede deiner Fragen eine Antwort geben... also setz dich.“. Jan traute der fiesen Schlange nicht, aber er setzte sich trotzdem auf einer Kiste hin. „Sehr gut... und jetzt aufgepasst, das wird etwas dauern... nach der Schlacht vor drei Jahren... wo alles in Schutt und Asche lag... als ich mich aus dem Wrack meines Flugzeugs zwängte und meine Kameraden bereits verstorben waren... machte ich mich dran, ein neues Imperium unter neuer Führung zu errichten. Ich vereinte alle Überlebende unter einem gemeinsamen Banner und begann mit der Instandsetzung des Tempels und der Militärapparate. Wir hielten uns im Hintergrund, während Ihr Euch die ganze Zeit mit Alkohol und Mädels versorgt und in einer wahren Sauforgie den Sieg über Andross feiert. Aber ein Ziel wollte ich in meiner Wut unbedingt erreichen, koste es, was es wolle: Die Eliminierung von Fox. Weil niemand mehr auf Venom irgendwelche Aktivitäten vermutete, musste ich etwas tun, damit jemand darauf aufmerksam sein würde. Wir ließen dem cornerianischen Militär einige Bilder über eigenartige Aktivitäten zukommen, sodass sie beschlossen, ein Einsatzteam hinzuschicken... in diesem Falle das Starfoxteam. Da versuchte ich, sie schon damals zu vernichten, nämlich mit computergesteuerten Flugzeugen. Eines nachts schlich ich mich auf dem Gelände der cornerianischen Luftwaffenbasis und manipulierte deren Autopilot. Hinzu kam noch eine Fernsteuerung, und... voilá! Fertig waren die Amokflieger. Leider schlug der Angriff fehl... wärst du nicht damals zum Starfoxteam gegangen, dann gäbe es das Team jetzt nicht mehr. Aber nein, du musstest ja mit einem Schiff, was uns gehört, flüchten und dann zu ihnen überlaufen. Machen wir weiter, vielleicht fragst du dich, wieso die Atmosphäre auf Venom vergiftet war. Eigentlich ist sie nicht giftig, aber ich habe extra möglichst giftiges Gas austreten lassen, damit kein Otto-Normal-Soldat auf den Planeten kommen könnte. Hätte auch funktioniert, aber da musstest du unbedingt den Anzug mitnehmen und ihn dem Militär zur Aufrüstung übergeben. Die Arwings... ja, die habe ich persönlich gesprengt. Ich hatte Eure Ankunft schon erwartet und war dementsprechend zur Sabotage ausgerüstet, auch mit einem Störsender. Falls du dich fragst, wieso Fox ständig durchgedreht ist und Halluzinationen bekam... es war ein spezielles und exotisches Nervengas, was sein Gehirn manipulierte. Dasselbe bekam Falco zu spüren, aber bei Fox wirkte es schneller... komischerweise funktionierte es bei dir gar nicht, wahrscheinlich besitzt du ein ausgereiftes Immunsystem gegen solche Gase. Ich hatte da natürlich eigene Sicherheitsvorkehrungen getroffen und ließ mich mit einem dementsprechenden Filter ausrüsten. Was Euch danach umhaute, wisst Ihr ja. Alles fügte sich so zusammen, wie ich es erachtete. Nur eins kam unerwartet: Die Aktivierung der Selbstzerstörung. Wir waren auf die Ankunft der feindlichen Truppen gefasst, aber niemand rechnete damit, dass die Anlage bald in die Luft gehen würde. Sonst klappte jedoch alles, ich versteckte mich extra in einem Frachtraum des Frachters. Alle waren darauf angewiesen, den Frachter NICHT zu benutzen, aber wegen der Selbstzerstörung... meinten alle, sich den Befehlen des Oberbefehlshabers widersetzen zu müssen. Die besagten „Dämonen“ sind eigentlich keine Horrorgestalten, sondern einfach wilde und hochgiftige Tiere aus den entfernten Planeten dieses Systems. Ich stellte es Euch als „Dämonen“ vor, damit Eure Kampfmoral aufgebessert werden würde. Damals als du gebissen wurdest, sonderte das Tier ein Gift ab, was eigentlich absolut tödlich war. Dabei beschleunigte sich der Blutkreislauf extrem, was eigentlich lebensgefährlich ist... dies ist wohl die Antwort auf die Frage, wieso deine Augen rot waren. Seltsamerweise hast du dabei die Fähigkeit zur Telekinese entwickelt. Dies besaß allerdings einen Haken: Du verlierst langsam, aber sicher deine Erinnerungen und die Fähigkeit zum Sprechen. Außerdem konntest du die Telekinese nur verwenden, wenn du zornig warst. Übrigens, jetzt wird die Telekinese nicht mehr funktionieren... mit der Zeit verlierst du diese Kraft wieder.“. „Shit...“, dachte Jan, der an einem Trumpf im Kampf gegen ihn gedacht hatte. „So, und jetzt habe ich hier im Hangar auf dich gewartet, um zuerst dich und dann Bruce zu töten... dann kehre ich auf Venom zurück und erbaue das Imperium neu. Aber diesmal ohne einen Selbstzerstörungsknopf einzubauen... den ließ ich nur für den Fall der Fälle installieren...“. „Bist du endlich fertig?“. Jan war einerseits froh, auf alle seiner Fragen eine Antwort bekommen zu haben, andererseits auch genervt darüber, dass Wolf so lange redet. Er hatte alle Antworten, also wieso sollte er Wolf nicht gleich umlegen? „Gut... genug der Worte. Bist du bereit?“. „Ja... lasst uns die Sache endlich zu Ende bringen!“. Beide stiegen von ihren Kisten und Jan zielte auf Wolf mit dem Blaster. „Nanana, ich verabscheue ein Duell mit Feuerwaffen. Wirf die Waffe weg, dann entsorge ich auch meine Tarnvorrichtung.“. Jan dachte sich nichts dabei und warf den Blaster in eine Ecke. Zu seinem Erstaunen tat Wolf dasselbe mit seinem Gerät. Aber mit was würden sie sich jetzt bekämpfen? „Zusammenschlagen“, wie Wolf es zuerst gesagt hatte? Nein, es kam anders. Hinter seinem Rücken zog er jeweils zwei Schwertrapiere hervor. Das eine warf er zu Jan rüber, welches er noch knapp am Griff erwischte. „Was will er denn mit diesem antiquittiertem Stück Stahl? So etwas benutzt doch heutzutage niemand mehr...“. „Diese Schwerter habe ich mir von einem bestechlichen Schmied anfertigen lassen... genauer gesagt, letztes Jahr. Ursprünglich zur Dekoration bestimmt, habe ich sie für diesen Tag gründlich schärfen lassen.“. „Ah, gut, dann geht es ja noch schneller...“. „Es soll ein eleganter und dramatischer Kampf werden... Jan, zeig, was du im Nahkampf drauf hast!“. „Gerne, ich mach dich kalt!“.

Da beide nie wirklich mit Schwertern zu tun gehabt hatten, waren die Chancen gleich verteilt. Es kam nun ausschließlich auf die Person an, welche besser mit der Waffe umzugehen wusste. Wolf begann mit einigen Hieben, welchen Jan einigermaßen ausweichen konnte. Den anschließenden horizontalen Streich wehrte er ab. Bei jeder abgewehrten Attacke glaube er, dass das Schwert auseinanderfallen würde. Langsam aber sicher hatte Jan den Dreh raus und versuchte sich mit etwas aufwändigeren Kombinationen. Als ihm genügend Zeit für einen Gegenangriff blieb, griff er zunächst mit einem einfachen Streich an, dann folgte ein Hieb, was mit einem, anscheinend unverhofften, Tritt abgeschlossen wurde. Den Streich konnte Wolf abwehren, dem Hieb wich er aus, aber der Tritt traf ihn ganz überraschend. „Oah!“. Er fiel nach hinten um, stand aber schnell wieder auf. „Ach, jetzt versuchst du es mit Tritten? Pass auf, das...“. BÄM!!! Kaum zuckte Jan mit den Wimpern, lag er auf dem Boden. „...kann ich auch. Nur viel besser und schneller.“. „Autsch! Wie schnell ist der denn?!?“. Er stand wieder auf und ihre Hiebe trafen sich, was von einem lauten Geklirre der Klingen begleitet wurde. Zu Wolfs Unglück war es so laut, dass draußen im Gang ein Echo entstand. Dies rief Bruce auf dem Plan, der die Überprüfung seinerseits abgeschlossen hatte und das Geklirre dadurch hörte. „Was ist denn da los? Und wo kommen diese Geräusche her? Das kann doch nicht aus dem... Jaaan! Halte durch, ich komme zur Hilfe!“. „Verflixt, jetzt haben es die anderen gehört... dann beeilen wir uns halt!“. Wolf trat wieder los, diesmal aber hielt Jan seine Waffe zur Abwehr hin und ließ Wolf quasi ins offene Messer treten. „Aaaaaaaaah! Du elende kleine Ratte!“ Sein Bein zierte nun eine blutende Schnittwunde und Jan bezweifelte nie wieder die Schärfe eines Schwertrapiers. Aber noch gab sich Wolf nicht geschlagen und behandelte es als Glückstreffer. An der Tür klopfte es... „Jan? Bist du da drin?“. Sie ließen sich allerdings nicht beirren und fuhren mit dem Duell fort. Wolfs Tritte zeigten keine Wirkung mehr, so schnell Wolf mit Beinarbeit angreift, so schnell kann es Jan mit dem Schwert. Wolf kann keinen Tritt mehr gegen die Klinge wagen, ohne sich daran zu verletzen. Jan schlug erneut zu und traf Wolf an der Schulter, wo es jetzt ebenfalls blutete. „Nicht schlecht, Herr Specht... aber ich bin noch lange nicht besiegt, pass auf!“. Diesmal konterte er mit einem überraschenden Tritt im Schienbeinbereich, den Jan nicht mehr rechtzeitig parieren konnte. Er konnte sich allerdings noch mit der Hand abstützen, bevor er zu Boden gehen würde. Wolf riss ihn mit der einen Hand hoch und setzte zum finalen Stich an, welcher Jans Ende bedeuten sollte... ehe er noch reagieren konnte, wurde er von Wolf durchbohrt. Langsam stach er sein Rapier durch Jans Körper, bis es auf die Wirbelsäule stieß. Glück im Unglück, es traf kein lebenswichtiges Organ. Trotzdem sank er voller Schmerzen in die Knie, bis er langsam zur Seite kippte.

„Wie kann Wolf... oaaaaah...“, kursierte es schwach in Jans Gedanken. Es mag zwar kein Organ getroffen worden sein, aber wenn er nicht schnellstmöglich chirurgische Unterstützung erhält, wird er an seinen Blutungen verenden. Wolf genoss diesen Anblick und beugte sich über ihm. „Du hast verloren, Jan... sieh es ein, du bist mir nicht gewachsen. Du hättest dich lieber sofort ergeben sollen, dann könnte ich dir all deine Schmerzen ersparen und dich umgehend erlösen. Jetzt liegst du hier und windest dich in deinen Schmerzen... ich werde dich nun als Strafe qualvoll an deinen Blutungen sterben lassen, bis deine Freunde kommen und dich als „Kriegsopfer“ melden lassen...“. Just in diesem Moment ging die Tür zum Frachtraum auf und Bruce kam mit den anderen hinein. Dies lenkte Wolf ab und Jan sah seine letzte Chance...

„Was... aaah!“. Langsam fiel er mit Jans Rapier in der Brust nach hinten, wo er schließlich liegenblieb. „Du... neeeeein! Ich kann... nicht verlieren! Ich... ich... ach Mist, schonwieder verloren...“. „Nein! Jaan! Schnell Falco, hol Verbandszeug!“, sagte Fox zu Falco und dieser sprintete los. „Slippy, Peppy, fesselt mal bitte Wolf, damit er bloß nicht weglaufen kann.“. Also besorgten sich Slippy und Peppy Schnüre, während Fox und Bruce Jan wieder auf die Beine stellten. „Jan, alles in Ordnung soweit? Was hast du wieder für Heldentaten begangen?“, triezte Fox mit einem kleinen Anflug von Humor im Gesicht. „Wir bringen dich zunächst auf die Brücke und holen umgehend einen Chirurgen an Bord. Ich glaube, das Entfernen dieses Schwerts muss chirurgisch erfolgen, wenn wir es einfach herausziehen, wird es vermutlich noch schlimmer. So lange musst du durchhalten...“. „Fox, ruf umgehend das nahegelegene Kampfschiff um Hilfe, wahrscheinlich haben sie in ihrer medizinischen Abteilung eine Fachkraft.“. „Geht klar, geleite derweil Jan ins Schlafzimmer.“, sagte Fox und lief ebenfalls los. Inzwischen tauchten Slippy und Peppy wieder auf und machten sich ran, Wolf zu fesseln. „Kamerad, das war eine reife Leistung von dir, Wolf zu besiegen. Du musst uns den Verlauf im Bett erzählen. Ich bringe dich jetzt ins Bett, nach diesem anstrengenden Kampf benötigst du erst mal Ruhe... wenn man überhaupt von Ruhe sprechen kann mit diesem Ding in der Brust...“. Sie benutzten den Aufzug und unter der Anleitung von ROB erreichten sie das Schlafzimmer, wo sich Jan sofort aufs Bett legte. „Versuch dich ein wenig auszuruhen, Hilfe ist schon auf dem Weg!“. Jan aber wollte nicht schlafen... „Was ist denn noch? Brauchst du etwas?“. Jan versuchte, eine fernzusehende Person darzustellen... „Bist du verrückt?!? Du brauchst Ruhe!“. Jetzt geschah jedoch etwas, was Bruce praktisch für unmöglich gehalten hätte... „I... ich... sch... schlaf... sehen... fern...“. Die ersten Worte, die Bruce aus Jans Mund hörte! „Ja, ist das denn möglich?!? Jan alter Kumpel, du sprichst ja! Ein Wunder ist geschehen!“. Einige Freudentränen kullerten seine Wangen hinunter und er begann vor Freude zu lachen. Fox schaute rein, um zu sehen, wie es Jan ging und hielt Bruce für verrückt, als er ihn so laut lachen sah. „Bruce?“. „F... ox… Fern… se… her…”, kam es langsam und unsicher aus Jans heraus und Fox traute seinen Ohren nicht. „Wie bitte?!?“. Jetzt begann auch er zu lachen, zufällig bekam dies auch Falco mit, der Verbandszeug mitbrachte. „Leute? Egal, was Ihr auch genommen habt, lasst die Finger davon!“. Er kam mit dem Verbandszeug zu Jan und versorgte seine Wunden. Als Jan wieder zu reden anfing, begriff er, wieso die anderen vor Freude lachten. „Fal... co... Fern… Fern… sehe…“. „Hey Junge, du kannst ja doch noch reden! Herzlichen Glückwunsch!“. „Ist Euch aufgefallen, wie tief seine Stimme ist?“, fiel Fox auf. „Ja... und?“. „Das bedeutet, dass sich Jan unabhängig von mir entwickelt, obwohl er mein Klon ist!“. „Jaaaaaaaaaa!“. Jeder freute sich, auch Jan, der regungslos im Bett lag. „Du wolltest den Fernseher, richtig? Okay, Falco, hol ihn mal schnell...“. Kurze Zeit später stellte Falco einen kleinen Fernseher neben Jans Bett hin und drückte ihm eine Fernbedienung in die Hand. „Kommt, lasst ihn uns in Ruhe lassen, er meint, er kann gut beim Fernsehen einschlafen...“. „Okay Jan, schlaf gut, der Arzt ist gleich da.“. Jan zwinkerte mit einem Auge und die andere verließen das Zimmer. Er drehte seinen Kopf zum Fernseher hin und schaltete die Programme durch. „RTL 2... VOX... ProSieben… Super RTL… Moment, was ist das für ein komischer gelber Schwamm? Hey, der gefällt mir!


Naja, ich bin allein von Venom entkommen, habe mit dem Team meiner Wünsche einen feindlichen Tempel gesprengt, ich habe deren Anführer besiegt... es war zwar ein anstrengendes, aber doch tolles Abenteuer!“.


          

 

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