STARFOX FANFICTION

Author/in: justafan64
Titel: Schatten des Lebens




Schatten des Lebens



Chapter 03: Gefangen!


Schweigend folgten sie der Wölfin in ein Büro. Dieser Raum passte gar nicht zur Werkstatt. Er war völlig sauber und ein paar Papiere laagen fein sortiert auf dem Schreibtisch. Die bequemen Sessel standen auf hellbeigen, weichen Teppich. Die Fenster waren groß und erhellten den ganzen Raum. Der durchgehend helle Farbton wurde nur von ein paar dunkelgrünen Planzen in der Ecke unterbrochen. Sie forderte Slippy und Fox auf, sich zu setzen was diese auch bereitwillig taten. Sie selbst setzte sich auf die Schreibtischkante und erklärte: "Ich bin Sheerah Watermoon. Meinem Vater gehört der Laden hier. Leider...", sie stockte: "Leider ist er verschwunden." "Verschwunden?", echote Slippy.
Sheerah nickte: "Es geschah kurz nachdem er hier war."
Fox zog die Augenbrauen hoch: "Wer ist 'er'?"
Mit ihrer Antwort bestätigte sie seinen Verdacht: "Er nannte sich Cham Smooth. Seine Leute und er sind hier angekommen und verlangten, meinen Vater zu sprechen."
Wieder stockte sie. Ihr Blick war glasig und leer, als ob die Erinnerung allein ihr Schmerzen bereitete. Sie zitterte leicht. Fox und Slippy schwiegen taktvoll, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Sie seufzte und Fox wollte wissen, wie viele hier waren. Sie schüttelte den Kopf: "Ich weiß es nicht. Es sind ungefähr ein Dutzend mit in die Werkstatt gekommen aber draußen, bei den Bogeys, warteten auch viele." Slippy fragte: "Was geschah dann?"
"Sie sind dann zu meinem Vater ins Büro gegangen. Ich ging mit hinein. Er wollte meinem Vater ein 'Angebot', wie er es nannte, machen. Mein Vater sollte ab sofort für Venom arbeiten und nur noch venomianische Schiffe reparieren.", wieder zitterte sie. Jetzt aber war es nicht die Trauer, es war blanke Wut, die in ihr hochstieg. Ihre Stimme wurde lauter: "Weil Papa einer der besten ist, wollten sie ihn! Diese Werkstatt war schon vor seiner Geburt neutral und sie wird es auch nach meinem Tod bleiben! Wir wollen weder mit Corneria noch mit Venom noch mit irgendeinem anderen Planeten einen Handel eingehen! Nur ein paar Tage nach seinem 'Besuch' ist Papa verschwunden. Diese Mistkerle haben ihn einfach mitgenommen!" Sie redete sich in Rage und meinte eigentlich gar nicht mehr Slippy und Fox. Der junge Rotfuchs fragte: "Weißt du wo sich Cham gerade aufhalten könnte?"
Sheerah meinte sarkastisch: "Auf keinen Fall auf Venom oder?"
Slippy meinte: "Du musst nicht gleich unfreundlich werden. Wir suchen ein riesengroßes Mutterschiff."

"So eines wie die GreatFox?", fragte sie neugierig.
"Größer.", antwortete Fox.
"Viel größer.", kommentierte Slippy.
"Gegen das Schiff ist die GreatFox ein Einsitzer!", übertrieb Fox.
Sheerah verschränke die Arme: "So ein großes Schiff ist selten unbeobachtet. Ich frag mal durch.", sagte sie und verschwand durch die Tür. Nur etwa eine Viertelstunde später, Fox und Slippy kam diese Zeit wie eine Ewigkeit vor, betrat sie erneut den Raum. Sie lächelte: "Ich habe mich mal etwas umgehört. Über Funk. Es ist nur ein riesiges Schiff gesehen worden. Zur Zeit umkreist es Fortuna." "Dann los!", Fox sprang auf.
Sheerah stellte sich mitten in die Tür und versperrte Fox den Weg. Sie sah entschlossen aus, aber ihre Forderung wirkte trotzdem eher wie eine Bitte: "Nehmt mich mit!"
"Dich?", fragte Slippy. Dann fiel ihm auf, wie taktlos das eigentlich war und entschuldigte sich: "So meinte ich das nicht, aber... wir haben nur noch zwei Arwings und du bist keine Pilotin."
Sie grinste schief und stemmte die rechte Hand in die Hüfte: "Wer sagt das? Natürlich kann ich fliegen. Schon mein Vater war Pilot und ich habe sein Schiff.", letzteres sagte sie nicht ohne Stolz.
Fox zuckte nur mit den Schultern. Er wollte so schnell wie möglich aufbrechen auch wenn er diese Wölfin nicht ganz für voll nahm. Aber ihm kam jede Hilfe recht. Innerhalb von zwei Stunden erreichten sie Fortuna's Umlaufbahn. Sheerah hielt unwillkürlich den Atem an, als sie das riesige Schiff sah. Es flößte ihr Angst ein. Fox stockte ebenfalls der Atem. Aber nicht aus Angst, sondern vor Anspannung. Er war höchst konzentriert und Wut stieg in ihm auf. Slippy bestaunte paradoxerweise dieses Mutterschiff. Seine Größe imponierte ihm und er fragte sich, wie lange wohl der Bau eines solchen Schiffes betrug. Der Fuchs befahl per Funk: "Wir nähern uns dem Ding von oben. Ohne Probleme landeten sie. Slippy stieg als erster aus. Er konnte zwar atmen, aber die Luft war dünn und schneidend kalt. Ein bisschen höher und atmen wäre unmöglich gewesen. Er rieb sich die Arme, während er Fox und Sheerah auf sich zukommen sah. Slippy fragte: "Es ist kaum zu fassen, anscheinend haben die hier nichts gemerkt." Sheerah schüttelte den Kopf.


Peppy lehnte sich demonstrierend entspannt gegen die Wand seiner Zelle. Dennoch zuckte er, als die Tür quietschend geöffnet wurde. Eine große Echse trat ein, ein Blick aus Eis, Schultern wie ein Schrank und die Tür war gerade groß genug für ihn. Peppy fasste sich und zischte: "Cham Smooth." Im gleichen Augenblick wünschte er sich schon, er hätte geschwiegen. Es war ja auch zu dumm. Sie beide wussten doch ganz genau, wer er war. Die Echse machte eine übertrieben freundliche Geste: "Derselbige."
Peppy musste grinsen: "Du kannst dir die Zeit sparen, mich zu verarschen."
Ein unheimliches Schweigen trat ein. Beide fixierten sich gegenseitig und sie spürten den Hass, der zwischen ihnen lag. Dann begann Cham zu grinsen: "Jaa, habe ich dir eigentlich schon gesagt, was ich mit dir vorhabe?", ohne eine Antwort abzuwarten fuhr er fort: "Wir befinden uns in Fortuna's Umlaufbahn und haben vor ein paar Minuten die Atmosphäre erreicht. Wir werden unseren Kampf wiederholen, Peppy. Unter gleichen Bedingungen. Dieses Mal wird nur der Sieger einen anderen Namen tragen." "Muss ich mich umtaufen lassen?", scherzte Peppy.
Cham grinste höhnisch: "Wir werden sehen. Ich muss jetzt los, ein paar Gäste empfangen. Du würdest dich wundern, wenn du wüsstest wer es ist. Ein Frosch und ein Rotfuchs, naja, ein Mädchen haben die auch dabei."
Starr sah Peppy noch, wie die schwere Tür geschlossen wurde. Dann ließ er sich entmutigt auf die harte Pritsche fallen und flüsterte zur Decke: "Warum wundert mich das gerade nicht?"



Sheerah zitterte vor Kälte, Slippy hüpfte von einem Bein auf das andere um sich aufzuwärmen. Fox versuchte die schneidende Kälte und die dünne Luft zu ignorieren. Sein Blick fiel auf eine Tür weiter vorne auf dem Schiff. Er gab seinen Gefährten ein Zeichen und so schnell wie sie ihre Beine tragen konnten liefen sie los. Kurz bevor Fox die schwere Tür öffnen wollte, hörte er dahinter Stimmen. Alle drei versteckten sich hinter der Ecke und beobachteten, wie fünf Wachen das Dach betraten. Sie warteten, bis die fünf Venomianer in Richtung ihrer Arwings (und Sheerah's Lupine) gingen. Fox gab den beiden ein Zeichen und ging los. Er öffnete die Tür und ärgerte sich, dass sie so quietschte. Er lief hinein. Als zweites folgte Sheerah, doch die Wachen hatten das Quietschen gehört und schossen. Slippy hatte keine Chance. Die Wölfin entkam um Haaresbreite, doch der Frosch wurde verwundet und stürzte. Fox sah wie sein Freund fiel und wollte ihm helfen, doch Sheerah packte ihn am Arm: "Jetzt nicht, Fox! Wir können ihn später befreien, aber es hilft nichts, wenn die dich jetzt auch noch kriegen." Die Stimmen wurden lauter und man hörte deutlich Slippy's Proteste heraus. Fox und Sheerah rannten die schier endlose Treppe hinunter. Bei jedem Schritt auf der metallenen Treppe entstand ein hallender Laut. Endlich erreichten sie eine Tür und rannten hindurch, die Verfolger noch immer im Nacken. Doch im nächsten Raum, der riesigen Halle, erwarteten sie ein Dutzend weiterer Wachen. Die beiden hatten keine Chance und mussten sich widerwillig ergeben. Eine heisere Stimme ertönte: "Ich habe euch nicht so früh erwartet, muss ich gestehen." Sheerah flüsterte: "Das ist er!", worauf Fox nur nickte.
Jetzt erspähte Fox Cham. Er stand etwas höher auf einer Art Balkon nach innen. Cham sprach weiter: "Übrigens habe ich auch nicht erwartet, dass ihr einen weiteren 'Gast' mitbringt."
"Keine Sorge, wir bleiben nicht lange.", grinste Fox mit erhobenen Händen.
Smooth Miene blieb unverändert: "Das fürchte ich auch, aber wohl nicht im gleichen Sinne wie du. Es hat schon seine Richtigkeit, dass wir Fortuna's Atmosphäre gewählt haben.", er seufzte: "Aber da hätte ich ja beinahe zuviel geplappert, wir wollen euch doch nicht die Überraschung vermiesen." "Ach, schon in Ordnung. Wir hören gerne zu.", antwortete Fox selbstsicher.
Eine weitere Wache stürmte in die Halle: "Boss! Boss!!!"
Gereizt fragte Smooth: "Was ist denn?"


"Wir werden angegriffen."

          

 

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